AiplspitzeBergtour Aiplspitze, Bayr. Voralpen/Mangfallgebirge, Bayern

Aiplspitze

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Bayr. Voralpen/Mangfallgebirge, Bayern, Deutschland

Höhe:1758mKategorie:Bergtour - mittel (Aufstieg), Wanderung - mittel (Abstieg)
Höhendifferenz: 1050Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Aurach
Aufstieg: Benzingalm, Nordgrat
Abstieg: Südwest-Grat, Jägerkamp, Benzingalm
Hauptexposition: N, NW (Anstieg), SW, SO, N, O (Abstieg)

Beschreibung
Im kleinen Weiler Aurach findet man leicht die gelben Wanderschilder am Beginn der Benzingstraße. Sie geht in eien breiten Forstweg über, der in S-Richtung durch schöne Bauernwiesen und später in leichten Kurven durch den Wald führt. Nach mehreren Holzplätzen endet die "Ausbaustrecke" und der Wirtschaftsweg wird zunehmend steil und zerfurcht. Dieses unangenehme Stück ist allerdings nur kurz, bevor sich die Trasse an einer Lichtung vollends verzweigt und auflöst, wird man von einem Wegweiser nach links geschickt und trifft auf einen schönen, ausgesprochen angenehm zu begehenden Waldpfad. Er schlängelt sich in optimaler Steigung Kehre um Kehre nach S hinauf, bis die freien Almflächen rund um die Benzingalm erreicht sind. Hier muss man aufpassen, die Weggabelung nicht zu übersehen, die An- und Aufstieg trennt (der dazugehörende Wegweiser steht ein paar Meter nach links oben versetzt hinter einem Baum).
__ Aufstieg: Wir halten uns links (SO) und steuern auf den steilen Latschenhang zu, der als Zubringer zum Nordgrat der Aiplspitze dient. Der Weg wird zunehmend schmaler und wurzeliger und leitet -stellenweise etwas ausgesetzt- in weitläufigen Serpentinen an der steilen Hangflanke entlang nach oben. Ein schrofiger Aufschwung führt schließlich hinauf zum Grat, wo auch die Route von Geitau einmündet. Vom Gipfel (S) trennen uns noch 30 Minuten (Wegweiser) leichter Kraxelei (I), wobei man die blassen Markierungen nicht aus den Augen lassen sollte. In einem Mix aus Gehgelände und leichten Kletterstellen erreicht man zügig den überraschend breiten Gipfel.
__ Abstieg: Wir verlassen den Gipfel in SW-Richtung und steigen über den schrofigen Grat, der auch zwei einfache, seilversicherte Passagen aufweist, hinunter in gutmütiges Almgelände. Der einfache Weg führt uns zunächst in eine Senke und gleich danach auf einen markanten Sattel. Hier orientieren wir uns an der Beschilderung zum Jägerkamp und gehen in NW-Richtung weiter. Völlig problemlos erreicht man auf einfachstem Wiesenweg den meist gut besuchten Gipfel des Jägerkamp. Ihn verlassen wir in N-Richtung und steigen auf sehr gut angelegtem Weg entlang des Grates hinab in die grüne Senke der Jägerbaueralm. Das Gebäude bleibt links liegen, wir halten uns weiter an den Gratverlauf, wo man schon bald auf einen Schilderbaum trifft. Zurück zur Benzingalm geht es nun rechter Hand (O): zunächst etwas steil und rutschig windet sich das Steiglein durch die dicht bewachsene Flanke, dann ist wieder angenehmeres Almgelände erreicht. Am Hüttchen der Benzingalm vorbei, gelangt man zügig zur bekannten Weggabelung. Weiterer Abstieg wie Aufstieg.

Fazit
Eine wirklich hübsche Rundtour auf einen Gipfel mit zwei verschiedenen Gesichtern: Der Anstieg über den felsigen Nordgrat ist für einigermaßen geübte Bergsteiger nicht schwierig, erfordert aber auf der letzten halben Stunden öfter mal den Einsatz der Hände (Kraxelei I). Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier und auch schon am schmalen Zustieg gefragt. Der Abstiegsweg ist nur zu Anfang ein wenig schrofig, führt dann aber durch komplett harmloses Wiesen- und Almgelände. Wenn möglich sollte man die Tour werktags übernehmen, da das gesamte Spitzinggebiet am Wochenende hoffnungslos überlaufen ist, zumal vom Spitzingssattel aus beide Gipfel mit wenig Höhendifferenz zu ersteigen sind. Trotz eher geringer Höhe ist die Aussicht von beiden Gipfeln durchaus ansprechend.

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