Garten

(Berner Oberland, Bern, Schweiz)

Höhe
2040 m
Höhendifferenz
950 Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
nein
Exposition
Süd, Nordost (Aufstieg); Südwest, Südost (Abstieg)
Einkehr
keine
Ausgangsort
Schwarzenmatt / Pp. Chlus
Aufstieg
Vordere Walop, Alp Gaasche
Abstieg
Alp Rohrbode, Rieneschli
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Charakteristik

Der Garten ist ein wenig ausgeprägter, gutmütiger "Gipfel" (oder eher ein Graskamm), der trotz seiner geringen Höhe mit erstklassiger Aussicht aufwartet. Angeblich werden bei klarer Sicht (die uns nicht vergönnt war) 20 Viertausender geboten. Die Zustiege sind allesamt nicht schwierig, teilweise aber etwas mühsam und steil. Besonders der Aufstiegsweg mit der spektakulären, aber völlig problemlosen Wegführung am Schluchtrand, dem hübschen Walopsee und der spannenden Routenführung zur Alp Gaasche ist höchst abwechslungsreich - und ein El Dorado für Blumenfreunde. Der Abstiegsweg führt ab Rohrbode durch Weidegelände und ist entsprechend von Viehtritt zerlöchert und meist auch ziemlich zugewuchert.


Beschreibung

Aufstieg: Direkt am kleinen Pp. im Felsrondell von Chlus beginnt der gut angelegte, schotterige Weg, der sich nun - teils durch Holzstufen entschärft - in engen Serpentinen am Rand einer Schlucht hinaufschlängelt (erst N, dann NW). Fast 500 Hm legt man so zurück, etwas mühsam, aber spektakulär und unschwierig. Ist endlich die Oberkante der Schlucht erreicht, steht man auch schon direkt vor einem Almhüttchen, hinter dem sich der wunderschöne Walopsee ausbreitet. Wir wandern an seinem Ostufer entlang bis zu einem Schilderbaum vor einer weiteren Hütte (Kreuzungspunkt "Vordere Walop"). Wir ignorieren die beiden Abzweige nach rechts, gehen unmittelbar an der Hütte vorbei und halten uns danach im Bogen nach links (SW, dann S), durchqueren einen Wiesenkessel und steigen in O-Richtung über ein kurzes Waldstück hinauf zum Ansatz eines Bergrückens. Er gibt nun rechter Hand die Richtung vor (SW). Nur kurzzeitig wird der Weg schmal und steil, schon bald schlängelt er sich wieder bequem durch Kuppen und Senken und hinauf in die sanften Wiesenflächen um die Alp Gaasche. Am Nebengebäude - das Hauptgebäude bleibt links liegen - holt man ein wenig nach rechts aus und steigt über ein paar Felsbänder hinauf zum Wegweiser auf dem Sattel direkt voraus. Unser Gipfelziel ist nur noch 10 Min. entfernt und lässt sich linker Hand über gestuftes Wiesengelände nahezu beliebig ersteigen.

Abstieg: Wir überschreiten den Grasgipfel in SW-Richtung. Noch vor einer Einsattelung im Kamm erkennen wir halb links unterhalb zwei Holzhüttchen, zu denen wir über sparsam markierte Trittspuren absteigen. Am unteren Hüttchen treffen wir auf einen ruppigen, schotterigen Almweg, der uns in Serpentinen zum Gebäude-Ensemble der Reidigenalp (alias Rohrbode) führt (S). Unmittelbar vor dem unteren Gebäude verlassen wir den Almweg wieder nach links und folgen einem schmalen, beschilderten, aber vom Weidevieh ziemlich zermarterten Pfad durch den hohen Bewuchs bis hinunter zur einsamen Hütte Rieneschli (O), wo wir an einem Wegweiser nochmals links abbiegen. Den weiteren Abstieg - schmal, geröllig und teilweise etwas zugewuchert - gibt nun der Reidiggraben vor (NO). Das steile Schlussstück bewältigen wir im Wald auf schotterigen Serpentinen, bevor wir wieder auf die Almstraße treffen, die uns in 5 Min. links zurück zum Pp. Chlus führt.

Hinweis: Von Boltigen im Simmental (Bhf.) erreicht man den Pp. Chlus über ein gut 4 km langes Teersträßchen via Reidenbach und Schwarzenmatt (Rad empfehlenswert).