Langschneid

(Villgratener Alpen, Tirol, Österreich)

Höhe
2688 m
Höhendifferenz
1300 Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
ja
Exposition
Nord, Ost, Süd
Einkehr
Brugger Alm (Sommer), Ragötzlalm (wenn Almhirte anwesend, nur Getränke)
Ausgangsort
St. Jakob im Defereggental, Talstation Brunnalmbahn
Aufstieg
Brugger Alm, Ragötzlalm, Ragötzlenke
Abstieg
s. Aufstieg
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Charakteristik

Die Langschneid ist ein wunderbar gutmütiger, problemloser Aussichtsberg über dem Defereggental und quasi der Hausberg von St. Jakob. Von der weitläufigen Gipfelliegewiese hat man vor allem das Defereggental im Blick mit dem gegenüber aufragenden Lasörlingkamm, im Süden die nächste, etwas höhere Reihe der Villgratener Alpen. Die Tour ist wahlweise mit Radeinsatz bis zur Brugger Alm machbar oder kann zur tagesfüllenden Rundwanderung ausgebaut werden (s. Tipp). Auf der von uns benutzten Route über das schöne Hüttendorf der Brugger Alm und die Ragötzlalm bewegt man sich durchwegs in dicht bewachsenem Alm- und Wiesengelände; alpine Schwierigkeiten sind nicht zu befürchten.


Beschreibung

An der Talstation der Brunnalmbahn im Skizentrum von St. Jakob im Defereggental beginnt die zum Radeln freigegebene Almstraße zur Brugger Alm (Beschilderung zunächst nur „Feistritz-Stüberl“) – wer zu Fuß unterwegs ist, kann die erste weitläufige Straßenkehre auf einem beschilderten Steig abkürzen (Start ebenfalls an der Talstation). Bald schon vereinigen sich Fahr- und Fußweg wieder und folgen dem Bruggeralmbach taleinwärts (SW). Der Abzweig zur Brunnalm bleibt links liegen, wir wechseln die Bachseite und gelangen in bequemer Steigung zu den Weideflächen der Brugger Alm (S). Wenige Meter vor dem Gebäude-Ensemble zweigt rechts der beschilderte Steig zur Ragötzlalm und zur Langschneid ab. Er schlängelt sich erstaunlich bequem über eine dicht bewachsene Steilstufe (SW) und über flacheres Gelände hinauf zur schön gelegenen Ragötzlalm. Wir wechseln auf einem Steg die Bachseite und ignorieren den rechts abzweigenden Steig zum Wetterkreuz. Kuppe um Kuppe geht es im komplett gutmütigen Wiesengelände aufwärts, auch der Abzweig zur Weißen bzw. Roten Spitze braucht uns nicht zu interessieren. In stets gleichbleibender Richtung erreichen wir problemlos und recht angenehm den Sattel der Ragötzlenke. Hier wenden wir uns nach rechts (NO) und erklimmen kurz einen Felsriegel, hinter dem wiederum komplett harmloses Grasgelände wartet. Ohne weitere Verzweigungen folgen wir den guten Markierungen über die weitläufige Hochfläche und einen kurzen, etwas steileren Gupf zum großen Kreuz der Langschneid.

Tipp: Über die Langschneid ließe sich eine lohnende, aber weite Rundtour machen, indem man von St. Jakob über das Wetterkreuz aufsteigt und auf dem hier beschriebenen Weg zur Brugger Alm absteigt. Zurück nach St. Jakob kann man dann entweder die Fahrstraße oder den Erlsbacher Steig nehmen. Aufgrund des instabilen Wetters haben wir uns für den kürzesten Zustieg plus Radeinsatz entschieden.