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Seitekopf

Lechtaler Alpen, Tirol, ÖsterreichHöhe2344 mHöhendifferenz1000 HmSchwierigkeitWanderung - MittelWintertauglichnein ExpositionSüdwest EinkehrkeineAusgangsortGramaisAufstiegDirektanstieg über SW-RückenAbstiegS. Aufstieg


Charakteristik

Wer in den Bergen den Adrenalin-Kick sucht, ist auf dieser Tour völlig verkehrt. Ihr Reiz liegt in der Ruhe, der Einsamkeit (das 12 Jahre alte Gipfelbuch war noch nicht einmal halb voll) und im überraschend weitläufigen Gipfel-Panorama. Dank "unverbauter" S-Lage lässt sich der Seitekopf auch noch spät im Herbst oder zeitig im Frühling besteigen. Besondere Schwierigkeiten weist die Besteigung nicht auf, man sollte aber Trittsicherheit für nur fußbreite Steiglein im Steilgelände mitbringen. Etwas unschön: die vielen Reihen von Lawinenverbauungen, durch die man sich "hindurchwurschteln" muss. Aber die Bewohner von Gramais -das übrigens selber schon einen Ausflug wert ist - sehen das sicher anders..

Beschreibung

Von den kostenfreien Parkplätzen im "Zentrum" von Gramais geht man wieder ein paar Meter auf der Dorfstraße zurück und biegt bei der Pension Zita rechts in den asphaltierten Weg ein (NO, Beschilderung "Sattele, Kogelseespitze, Hanauer Hütte"). Nach einigen Minuten auf dem nun geschotterten Weg taucht auch der Wegweiser zum Seitekopf auf; links geht es auf dem breiten Weg hinauf zu einer Kuppe mit Mobilfunkmast (NW). Dort beginnt nun das schmale Steiglein, das ohne weitere Abzweigungen bis zum Gipfel führt. Stets in Grundrichtung NO schlängelt es sich nun die steile Waldflanke hinauf und zwischen den vielen Reihen von Lawinenverbauungen hindurch. Man gewinnt schnell an Höhe, erst auf knapp 2000m lehnt sich das nunmehr freie Wiesengelände etwas zurück, man passiert die letzten Verbauungen und wandert -mal mehr, mal weniger steil- immer entlang eines ausgeprägten Rückens hinauf zu einer breiten Kuppe. Nach einem etwas schmaleren, aber unschwierigen Gratstück hat man nur noch ein paar wellige Grasbuckel bis zum Gipfel zu bewältigen.

Hinweis: Gramais erreicht man aus dem Lechtal über eine 8km lange, schmale Bergstraße ab Häselgehr.