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*Top-Tour* Zwölferkofel

Dolomiten/Puez-Geisler, Südtirol, ItalienHöhe2397 mHöhendifferenz925 HmSchwierigkeitSchneeschuhtour - SchwerWintertauglichja ExpositionSüd - SüdwestEinkehrkeineAusgangsortCampill AufstiegZwischenkofeltal (Antersasc)Abstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Das Zwischenkofel-Tal ist auf drei Seiten wie ein Amphitheater von schroffen und spektakulären Felswänden eingerahmt; lange bleibt es auf dieser Tour ein Rätsel, wie und wo man dort einen Aufstiegsweg in die Gipfelregion finden soll. Ohne vorhandene Spur ist die Orientierung auch nicht ganz einfach. Bis zum Beginn des weitläufigen Beckens der Zwischenkofel-Alm ist man auf relativ einfacher Trasse, aber durchwegs im tiefen Schatten unterwegs. Die nachfolgende Steilstufe ist die Problemstelle der Tour: der freie Hang, den man zur Umgehung eines Felsriegels benutzt, muss unter Lawinenaspekten kritisch beurteilt werden. Auf der nachfolgenden Querung im Steilgelände darf man auch nicht abrutschen (steile Felsen darunter). Wer diese „Problemzone“ gemeistert hat, darf sich entspannen. Bis zum Gipfel wartet nur noch einfaches und vor allem sonniges Schneeschuhgelände! Die Aussicht vom Gipfel ist alle Mühen wert: im Süden bauen sich die senkrechten Wände der Puez-Gruppe auf, im Norden kann man hinter der markanten Felsgestalt des Peitlerkofels den Zillertaler Hauptkamm fast in voller Länge einsehen, während im Osten die spektakuläre Felsbastion des Heiligkreuzkofels beeindruckt.

Beschreibung

Vom Parkplatz geht es flach an zwei Hütten vorbei über die Wiesen (S), bevor wir in den lichten Wald gelangen. Hier in wechselnder Steilheit weiter in SW-Richtung, bis wir nach einiger Zeit auf einen breiten Forstweg (Weg 9) stoßen. Diesem folgen wir nach links, an einer Gabelung mit Schranke bleiben wir weiterhin auf dem breiten Forstweg rechts. In Kehre mit Wegweiser („Antersasc“) knickt der Weg 9 nach links ab und wir verlassen den Forstweg. Durch lichten Wald geht es erst flach, später steiler werdend, in Serpentinen nach oben, bis wir erneut auf einen Forstweg mit Wegweiser (Weg #6) stoßen. Wir folgen diesem nach rechts in Richtung Zwischenkofel-Alm (Antersasc). Der Weg führt nun in vielen Kehren allmählich steiler werdend durch den Wald, bis der ausgebaute Forstweg an einem Holzzaun mit Gatter endet. Unser Weg #6 wird nun zum Steig, der im weiteren Verlauf eine Mulde in der rechten Hangflanke umgeht und eine Steilstufe überwindet. Ein enges Tälchen führt hinauf zu einer Kuppe, als nächster Anhaltspunkt dient ein markanter Baum, der aus einem Felsblock zu wachsen scheint. Kurz danach kann man erstmals das weite Becken mit der Zwischenkofel-Alm einsehen. An einem einsamen Wegweiser (Crep dales Dodesc = Zwölferkofel 1 Std.) direkt am Beginn der Senke wendet man sich nach rechts (N) und muss sich recht steil den freien Hang hinaufarbeiten, um einen Felsriegel zu umgehen. Gleich oberhalb biegt man wiederum rechts ab (O) und peilt zwei einzelne Bäume im Steilhang an. In einer etwas unangenehmen, aber nur kurzen Querung erreichen wir nach einer Linkskurve wieder weitläufigeres Gelände. Zwei markante Hügel umgehen wir rechter Hand (N), eine langgezogene Linkskurve (NW) bringt uns in ein flaches Becken mit Wegweiser (Weg #12, Crep dales Dodesc). Nun weiter entlang des Sommerwegs in moderater Steigung (N) hinauf in die Einsattelung zwischen Zwischenkofel und Zwölferkofel. Nun muss man nur noch schräg rechts (NO) über freie Wiesen zum höchsten Punkt des Zwölferkofels hinauf spazieren, das Gipfelkreuz ist etwas tiefer und nach Osten vorgeschoben auf einem weitläufigen Plateau platziert.

Zufahrt: Zum Ausgangspunkt fährt man von St. Martin in Thurn nach Campill; hinter der Kirche links und noch 1,5km geradeaus weiter bis zum Parkplatz hinter dem Reitstall und der Brücke.