Westliches Gamshorn - SilvrettaSilvretta, Tirol, ÖsterreichHöhe2987 mHöhendifferenz1450 Hm *)SchwierigkeitBergtour - MittelWintertauglichnein ExpositionN, SWEinkehrJamtalhütteAusgangsortGaltürAufstiegJamtalhütteAbstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Die Wegbeschaffenheit zum Westlichen Gamshorn ab der Jamtalhütte ist schnell erklärt: Wie viele Höhenmeter passen in ein Minimum an Strecke? Größtenteils ist man auf sehr steilen Serpentinen auf bröseligem Untergrund unterwegs, Trittsicherheit ist unbedingt erforderlich. Vor allem beim Übergang am Felsfuß ist im instabilen Steilgelände Aufmerksamkeit und Vorsicht vonnöten. Auch wenn dem armen Gamshorn gerade mal 13 m zum 3000er fehlen, ist die Aussicht vom Gipfelkreuz nur mit „1a“ zu beschreiben. Während man im N über Galtür hinweg in die Verwall-Gruppe blickt, sind im Süden die Silvretta-Gipfel Jamspitzen, Dreiländerspitze und Piz Buin mit ihren Gletscherflächen aufgereiht, dahinter spitzt sogar die Bernina-Gruppe hervor.

Beschreibung

Am Ortsbeginn von Galtür finden wir jenseits einer Brücke nicht nur einen gebührenpflichtigen Dauer-Pp., sondern auch den Beginn der Fahrstraße ins Jamtal. Steil führt sie durch die letzten Häuser des Orts, danach aber sehr sanft durch die Bergwiesen zur bewirtschafteten Menta-Alm (dort kostenlose, aber begrenzte Parkmöglichkeit). Durchgehend in S-Richtung weiter, an einer Brücke gabeln sich die Optionen: Fußgänger bleiben im Folgenden immer links des Jambachs, Radler überqueren die Brücke und benutzen weiterhin den geteerten Fahrweg auf der rechten Bachseite. Vorbei an der ebenfalls bewirtschafteten Scheibenalm immer weiter nach S taleinwärts bis zu einer weiteren Brücke, wo Rad- und Wanderweg wieder zusammenkommen. Halb links (SO) in einem etwas steileren Aufschwung hinauf zur fast schon hotelartigen Jamtalhütte (Rad-Depot).

An der Hüttenterrasse wenden wir uns nach links (O) und folgen zunächst der Beschilderung „Kronenjoch“. Nach wenigen Minuten zeigt ein Wegweiser an einem markanten Findling an, dass es linker Hand (NO) weiter geht. Ein steiniger Steig führt über mittelsteile Wiesen hinauf zu einer großen Geröllhalde, die sich auf deutlich markierter Spur relativ gut überwinden lässt. Zunehmend steil windet sich das steinige Steiglein nun zwischen Felsriegeln hindurch und hinauf zu einem Geländeabsatz. Links um ein Felseck herum (N) erreicht man einen breiten Rücken, wo rechter Hand ein langer, steiler Schutthang ansetzt. Ihn überwindet man etwas mühsam über Dutzende enger, steiler und splittriger Serpentinen (NO). Am Felsfuß angekommen, leitet eine kurze versicherte Querung nach rechts in eine schotterige, steile Rinne; der Einstieg dort hinein lässt sich – etwas sicherer – auch über die Felsen am linken Rand bewältigen. Auf bröseliger Steigspur und zum Schluss über etwas großteiligeres Blockwerk erreicht man im Steilgelände schließlich den Grat. Den kurzen Übergang nach links zum Gipfelkreuz schafft man dank solider Felsblöcke schneller und einfacher als erwartet.

Hinweis: *) Ab Galtür rund 1450 Hm / 12 km, ab Jamtalhütte 850 Hm / 2,5 km. Wer nicht in der Jamtalhütte übernachten (und weitere Touren anhängen) will, braucht zwingend ein Rad für die lange Hüttenanfahrt (größtenteils geteert, überwiegend sanfte Steigung, Steilaufschwung direkt vor der Hütte).