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Kolbenspitze (La Clava)

Ötztaler Alpen/Texelgruppe, Südtirol, ItalienHöhe2868 mHöhendifferenz1350 HmSchwierigkeitBergtour - LeichtWintertauglichja ExpositionNordost EinkehrUlfas-Alm (Sommer)AusgangsortUlfas im PasseiertalAufstiegWeg #2, SteinmanndlAbstiegSteinmanndl, Obere Ulfas-Alm, Ulfas-Alm


Charakteristik

Sozusagen am "Eck" zwischen Passeier und Pfelderer Tal gelegen erlaubt der Gipfel der Kolbenspitze einen 360-Grad-Blick von den Gletscherbergen des Ötztaler Hauptkamms bis hinaus ins Unterland von Meran. Technische Schwierigkeiten, Kraxelei oder übermäßig ausgesetzte Stellen muss man bei der Besteigung nicht fürchten, Kondition sollte aber reichlich vorhanden sein. Einen angelegten Weg bekommt man auf einem Großteil der Tour nicht, man muss sich die beste Trasse im weitläufigen Gelände halt selber suchen. Bei normalen Sichtverhältnissen funktioniert das dank hervorragender, dichter Markierungen völlig problemlos.

Beschreibung

Aufstieg: Vom Wanderpp. "Kratzegg" folgt man zunächst dem Teersträßchen Richtung Ulfas-Alm, biegt aber schon nach wenigen Minuten rechts in den beschilderten Waldweg #2 ein. Ihm folgt man nun recht bequem in S-Richtung, bis man bei einer Almsiedlung auf offenes Gelände trifft. Hinter den verstreut liegenden Hüttchen löst sich der Weg nun mehr oder weniger auf und man sucht sich im Weiteren selbst die jeweils beste Trasse zwischen den deutlichen und dicht angebrachten Markierungen. Die Route schwenkt nach SW, quert weitläufiges Almgelände und nähert sich dem Einschnitt des Salderner Bachs (SO). Am Ufer findet man eine beschilderte Weggabelung: während es linker Hand zur Oberen und Unteren Ulfas-Alm geht (= unser Rückweg), gehen wir im Aufstieg halb rechts weiter (SW). Von Markierung zu Markierung steigen wir nun des Längeren über ein paar steilere Grasbuckel und gelangen so in ein markantes Hochtal. In gleicher Richtung weiter, nun aber über Geröll und Blockwerk, bis kurz unter die linke Gratkante. Hier wendet man sich nach S und steigt über einen steilen Aufschwung hinauf zum Grat (undeutliche Steigspuren), wobei man ein großes Steinmanndl anvisiert. Nun bekommt man sogar eine deutlich ausgeprägte Wegspur, die südlich um die schroffen Zacken der Kleinen Kolbenspitze herumführt und mit wenig Höhengewinn in eine weitläufige Mulde mit Gletscherschliffen hineinführt (W). Wer sich immer an den Markierungen orientiert und die Augen offen hält, kommt komplett ohne Kraxelei und unangenehme Geröllstellen durch die zuerst etwas abweisenden Schrofenbänke. An einer runden Kuppe beginnt der nach SW führende Gipfelgrat der Kolbenspitze, der gutmütig breit ist und sich problemlos begehen lässt. Die letzten, etwas ausgesetzt wirkenden Meter zum Kreuz lassen sich in der linken Flanke völlig harmlos umgehen.

Abstieg: Wer noch Zeit und Kraft hat, kann für den Abstieg die folgende Variante probieren: man geht zurück bis zur o.g. Verzweigung am Salderner Bach und schlägt dort den Weg zu den beiden Ulfas-Almen ein, also halb rechts. Ohne Höhenverlust in wenigen Minuten nach O zur schön gelegenen, unbewirtschafteten Oberen Ulfas-Alm. Nun braucht man etwas Geduld, denn der schmale Steig führt zunächst in viel Auf und Ab rund um den Talschluss. An einer Gabelung entscheiden wir uns für den offiziellen, markierten Weg zur Ulfas-Alm (geradeaus); der weglose, unmarkierte Abkürzer links ist uns zu vage. Also weiter im Auf und Ab durch die steile Flanke (NO); erst wenn der Steig zur Matatzspitze einmündet, wird der Weg breiter und man verliert endlich zügig an Höhe. In weiten Kehren erreicht man schließlich die hübsche, bewirtschaftete Ulfas-Alm und kehrt von dort auf dem Fahrweg zum Ausgangspunkt zurück.

Hinweis: Zum Ausgangspunkt gelangt man, indem man von Moos im Passeiertal hinauffährt nach Platt und in die schmale Bergstraße zum Weiler Ulfas abbiegt. Zwei, drei Kehren oberhalb von Ulfas endet die Straße in einem großen Wanderparkplatz.