"


Kleine Ochsenwand

Stubaier Alpen/Kalkkögel, Tirol, ÖsterreichHöhe2553 mHöhendifferenz1000 Hm *)SchwierigkeitBergtour - SchwerWintertauglichnein ExpositionNord, Nordwest EinkehrKemater Alm (Sommer, Winter), Adolf-Pichler-Hütte (Sommer)AusgangsortGrinzensAufstiegKemater Alm, Adolf-Pichler-Hütte, Alpenclub-ScharteAbstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Die Kalkkögel sind ein tolles Fotomotiv: mitten in den behäbigen Formen des Alpenhauptkamms hat sich eine Reihe filigraner Kalkzinnen und -türmchen "eingeschlichen", die fast schon Dolomiten-Feeling vermitteln. Die schroffen Kalkkögel sind meist das Revier von Kletterern oder Klettersteig-Fans, für Otto-Normalbergsteiger bleiben da als Gipfelziele nur die Hochtennspitze oder die Kleine Ochsenwand. Für letztere sollte man Schwindelfreiheit und solide Trittsicherheit mitbringen - ein Fehltritt im steilen Gebrösel unterhalb der Alpenclub-Scharte oder im Gipfelbereich hätte ein sehr lange Rutschpartie zur Folge! Vom selten besuchten Gipfel hat man einen spekatkulären Blick zu den schroffen Nachbarn Große Ochsenwand und Marchreisenspitze und hinaus ins Wipp- und Stubaital.

Beschreibung

*) gerechnet ab Kemater Alm (bis dahin per Auto oder Rad).

Von Grinzens folgt man immer dem gut ausgebauten Fahrweg durch das Senderstal bis zur Kemater Alm (S, ganzjährige Bewirtschaftung). Optimalerweise benutzt man dafür ein Rad, gegen eine "Spende" von 3,-€ Maut (Stand 2019) darf man die Strecke auch per Auto befahren (eingezäunter Pp. an der Kemater Alm).

Auf breiter Trasse geht es dann in SO-Richtung durch Almgelände, dann schwenkt der Weg nach S, sodass man parallel zu den beeindruckenden Zinnen der Kalkkögel unterwegs ist. Die im Sommer bewirtschaftete Adolf-Pichler-Hütte ist schon von Weitem sichtbar, das letzte Stück dorthin bewältigt man über etwas steilere Serpentinen.

Direkt an der Hüttenterrasse folgt man dem Wegweiser Richtung "Alpenclub-Scharte" und biegt entsprechend links ab (SO). Zunächst führt ein flacher Steig zum Beginn der langen Schuttreisse, die man jetzt hinauf muss; auch das unterste Drittel lässt sich auf gut angelegtem Zickzack-Steig noch recht bequem hinter sich bringen. Der sehr steile Mittelteil ist etwas unangenehm zu begehen, hier muss man sich mit teilweise nur fußbreiten Spuren im instabilen Bröselgelände herumplagen und sollte entsprechend trittsicher sein. Im oberen Drittel legt sich das Gelände leicht zurück, entsprechend besser wird die Weganlage und problemlos erreicht man so die "Alpenclub-Scharte", die den Übergang vom Senderstal ins Stubaital darstellt. Der Beschilderung gemäß halten wir uns rechts (S) und queren auf schmalem, bröseligem Band zum Beginn der Felsen. Zwei kurze, geröllbeladene Felsaufschwünge werden jetzt erklettert (I), dann befindet man sich auf der steilen Südabdachung der Kleinen Ochsenwand und kann vergleichsweise bequem auf einem Zickzack-Steig zum Kreuz aufsteigen.