Kastenegg - Hohe TauernHohe Tauern, Osttirol, ÖsterreichHöhe2821 mHöhendifferenz900 HmSchwierigkeitBergtour - MittelWintertauglichnein ExpositionSüdwest - NordEinkehrGlorer HütteAusgangsortLucknerhausAufstiegüber die Glorer HütteAbstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Das Kastenegg ist sicher kein spektakulärer Gipfel, aber ein schöner und sicher nicht überlaufener Aussichtsposten. Der Hüttengipfel der Glorer Hütte sitzt nämlich quasi mittig zwischen prominenten 3000er wie Großglockner, Petzeck, Böses Weibele etc. Der Anstieg zur Glorer Hütte ist vollkommen unschwierig und auch für Familien oder Ungeübte gut geeignet. Der Steig hinauf zum Kastenegg ist recht gut angelegt, erfordert in kurzen steilen oder instabilen Passagen aber Trittsicherheit.

Beschreibung

Direkt gegenüber dem Lucknerhaus, am Anfang des Pp., zweigt rechter Hand der beschilderte Steig zur Glorer Hütte ab (nicht zu verwechseln mit dem wenig unterhalb abzweigenden Weg, der über das Peischlachtörl zur Glorer Hütte führt). Nach wenigen Metern mündet der Steig bei einer Almhütte in einem Wirtschaftsweg, dem wir nach links folgen. In angenehmer Steigung führen Serpentinen durch das Almgelände, dabei sind mehrere Weidegatter zu durchqueren. An einem Holzhüttchen endet die „Ausbaustrecke“ und der Almweg wird zu einem Steig, der allerdings weiterhin sehr bequem zu begehen ist. Man gelangt in freies Wiesengelände und steigt in Kehren unterhalb der Materiallift-Trasse bergauf (NO). In einer langen, sanft ansteigenden Querung nähert man sich dem Einschnitt des Berger Törl, in dem Glorer Hütte sitzt. Zu sehen ist sie allerdings erst auf den letzten Metern, die Seilbahn-Stützen geben aber immer eine gute Orientierungshilfe. Über etwas steilere Hügel und Kuppen auf gutem Weg hinauf zur frei stehenden Hütte. Rechts vom Gebäude, direkt am Materiallift, beginnt der Anstieg zum Kastenegg (Wegweiser). In Serpentinen geht es zunächst bequem an den steilen Felsfuß heran; auch die erste Steilstufe überwindet das Steiglein recht geschickt. Bevor sich die Felsen senkrecht auftürmen, weicht der Steig in die rechte Flanke aus, „unterwandert“ eine schroffe Felsbarriere und führt über sandige Mini-Serpentinen wieder hinauf zum Grat. Auf guter Steigspur um ein felsiges Eck herum und über lose Felsplatten und Blockwerk hinauf zu einem überraschend weitläufigen Aussichtspunkt mit Markierungsstange. Zum Kastenegg geht es halb rechts weiter: Man steigt dazu einige Höhenmeter ab und folgt den guten Markierungen durch eine Senke und über Felsen und Blockwerk an den Felsfuß heran. Auf schmaler Steigspur werden die gröbsten Felsen rechtsherum umgangen, dann leiten lose Platten und Blockwerk zum höchsten Punkt mit dem großen Steinmanndl.

Hinweis: Das Lucknerhaus mit dem riesigen Pp. erreicht man von Kals aus über eine ca. 7 km lange, gut ausgebaute Mautstraße (Mautgebühr je nach Verweildauer).

Tipp: Ein aufziehendes Gewitter verhinderte die geplante Rundtour: man kann von der Glorer Hütte über den Wiener Höhenweg zum Peischlachtörl absteigen und von dort zum Lucknerhaus zurückkehren.