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Hochreichkopf

Stubaier Alpen/Sellrain, Tirol, ÖsterreichHöhe3008 mHöhendifferenz1050 HmSchwierigkeitBergtour - MittelWintertauglichnein ExpositionNordost, Nordwest EinkehrkeineAusgangsortKühtai, Speicher LängentalAufstiegLängental, Niederreichscharte, HochreichscharteAbstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Landschaftlich abwechslungsreiche Tour auf einen schönen Aussichtsberg: das Panorama erstreckt sich vom Wetterstein bis zu den Ötztaler Gletscherbergen! Für Trittsichere, die schmale Steiglein im Steilgelände und leichte Schrofen-Kraxelei gewöhnt sind, sollte der Anstieg problemlos machbar sein (Vorsicht bei Nässe, Vereisung etc). Das Längental hat seinen Namen zu Recht: es zieht sich! Die langen Flachetappen sorgen hier für stark erhöhte Gehzeit!

Beschreibung

Zwischen Kraftwerk und Seeufer hindurch und hinein ins Längental; zuerst führt ein Fahrweg, dann ein gut markiertes Steiglein flach am Bachufer entlang (S). Man folgt dem Rechtsknick des Tals (W), überquert ein paar Bachläufe nach rechts und erreicht schließlich zwei hübsche kleine Seen am Talschluß. Bis hierher hat man noch nicht viele Höhenmeter "abgearbeitet", aber das kommt jetzt gleich: hinter den beiden Seen geht es steil links hinauf durch Wiesen und Schrofen (S); nach einer kurzen Querung nach links führen Steigspuren durch grobes Geröll und Blockwerk hinauf zur schon lange sichtbaren Niederreichscharte. Dort stösst man auch auf den Verbindungsweg Bielefelder-Schweinfurter Hütte.

An der Scharte nach links (SO) und zunächst in der schattigen Nordseite des Hochreichkopfs (Achtung bei Altschnee oder Vereisung) über schmale Steiglein und ein wenig leichte Kraxelei (meist versichert) auf einen Felsriegel. Ein kurzer, steiler Aufschwung (versichert) leitet hinüber auf die sonnige SW-Seite, wo man nun in ständigem Auf und Ab die gesamte Flanke des Hochreichkopfs quert (teils Gehgelände, teils ganz leichtes Schrofengekraxel, zumeist versichert). Hat man die letzten Rinnen und Rippen durch- und überstiegen, gelangt man über steiles Schottergelände hinauf in die Hochreichscharte. Hier nach links und in wenigen Minuten über bequeme Serpentinen zum schönen Aussichtsgipfel.

Vorsicht: Die sonnige S-Flanke ist idR früh schneefrei und meist gut zu begehen; die steilsten und schmalsten Stellen finden sich aber auf der finsteren Nordseite, die lange den Altschnee hält und auch gern mal vereist...