> Klassifizierung
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> Schneeschuhgehen
Die Klassifizierung der Touren setzt sich zusammen aus der Art der Tour und einem Schwierigkeitsgrad (s.u.).
Die Einschätzung der Schwierigkeiten sind natürlich subjektiv und von der jeweiligen individuellen "Schmerzgrenze" abhängig.
Vorsicht: diese Rubrik beschreibt nur die "technischen" Schwierigkeiten einer Tour und macht keine Aussage über Länge und konditionelle Anforderungen!!
Schwierigkeitsgrad:
Art der Tour:
Manche Touren sind ausgesprochene Winter-Touren und im Sommer eher langweilig; dazu gehören z.B. viele Touren in den Tuxer Alpen und im Sellrain. Wenn es die Lawinenverhältnisse zulassen, sind sie im Winter mit entsprechender Ausrüstung bestens zu begehen. Diese Touren sind ohnehin in der Kategorie "Schneeschuhtour" zu finden.
Einige Berge sind sowohl im Sommer als auch im Winter lohnend (z.B. Wankspitze), wenn auch nicht notwendigerweise auf den gleichen Routen. Diese Touren finden sich sowohl in der Kategorie "Wanderung/Bergtour" als auch in der Kategorie "Schneeschuhtour".
In beiden Fällen findet sich in der Detail-Information im Feld "Wintertauglichkeit" ein "ja".
Viele Touren sind hauptsächlich für den Sommer gedacht, können bei besonders günstigen Bedingungen aber auch im Winter bestiegen werden. In der Regel wird man diese Bedingungen weniger im Hochwinter, sondern eher im Spätherbst oder im Frühjahr vorfinden. Schneewächten, vereiste Grate oder ähnliche Widrigkeiten können natürlich zur vorzeitigen Umkehr zwingen. Oft sind solche Touren auch nicht gespurt und man braucht etwas "Pfadfindergeist" und Orientierungssinn. Diese Touren rangieren unter der Kategorie "Wanderung/Bergtour" und haben in der Detail-Information im Feld "Wintertauglichkeit" ein "bedingt".
Touren, die im Winter völlig ungeeignet sind, rangieren unter der Kategorie "Wanderung/Bergtour/Klettersteig" und haben in der Detail-Information im Feld "Wintertauglichkeit" ein "nein".
Die allermeisten Touren in diesem Archiv sind sehr lohnend. Das freundliche "Smiley" ziert unsere persönlichen Lieblingstouren.
Diese Einschätzung ist natürlich hochgradig subjektiv und hat nichts mit Schwierigkeit oder Länge der Tour zu tun. So zeichnen sich die Lieblingstouren z.B. durch abwechslungsreiche Landschaft, interessante Wegführung oder besonders üppige Botanik aus.
In diesem Archiv wurde bewußt auf die Angabe von Gehzeiten verzichtet, denn Gehzeiten sind immer eine subjektive Sache. Die Zeit, die wir für eine bestimmte Tour benötigen, mag für den einen viel zu kurz, für den anderen viel zu lang sein.
Wenn man die Beschreibungen für ein und die selbe Tour aus diversen Web-Seiten und Wanderbüchern vergleicht, so finden sich dort in puncto Gehzeiten alle möglichen (und unmöglichen) Extreme. Für die Tourenplanung sind diese Angaben nur bedingt nützlich.
Wichtiger finden wir die Angabe der Höhenmeter und eine solide Beschreibung der Route. Falls die Anlage des Weges es zulässt, kann ein gut trainierter, bergerfahrener Wanderer mit ca. 500Hm/h im Aufstieg rechnen, ein Bergunerfahrener sollte vorsichtshalber nicht mehr als 300Hm/h veranschlagen. Ob man im Abstieg nennenswert schneller ist, hängt sehr von der Art des Geländes ab (bei grobem Blockwerk, im KS oder bei Bruchharsch klappt es nicht unbedingt!)
Sollten die Gehzeiten bei einer Tour signifikant von den zu bewältigenden Hm abweichen (z.B. wegen längerer Flachetappen), so ist dies in der Detailbeschreibung explizit erwähnt.
Die Routen wurden alle von den Autoren selbst in der beschriebenen Form begangen und nach bestem Wissen und Gewissen so wiedergegeben, wie sie zum Zeitpunkt der Begehung vorgefunden wurden. Bitte unbedingt beachten: > Haftung
Die Angaben "rechts/links" beziehen sich grundsätzlich auf die jeweilige Gehrichtung. Zur Sicherheit ist i.d.R zusätzlich die Himmelsrichtung angegeben.
Auf vielen unserer Touren passiert man bewirtschaftete Hütten oder Almen, wo man ggf. einkehren kann. Das Angebot reicht von fast schon hotel-artigen Tourismusbetrieben bis zu kleinen Sennereien mit einfachem Getränkeausschank. Ebenso individuell sind die Öffnungszeiten: Manche Almen sind z.B. nur zur Weidesaison bewirtschaftet, bei hochalpinen Hütten rutscht die Wintersaison üblicherweise in die Frühlingsmonate. Auch bei Hütten mit Sommer- und Wintersaison muss man i.d.R. mit mehrwöchigen Betriebsferien im Spätherbst und Frühsommer rechnen. Auch aus anderen Gründen (Renovierung, behördliche Auflagen, kein Pächter etc.) kann man mal vor verschlossenen Türen stehen. Es sollte sich also keiner auf die Einkehrmöglichkeiten unterwegs verlassen, zumindest ausreichend Wasser und ein paar Snacks sollten daher immer im Rucksack sein.
Als wir uns Ende der 90er Jahre den ersten Satz Schneeschuhe anschafften, war man damit noch ein echter Exot und viel Spott und Häme der Skitouren-Geher waren einem sicher (aber da muss man halt durch). Aber was will man machen, wenn diverse Verletzungen das Betreten eines Skistiefels auf unbestimmte Zeit verhindern und das Daheim-auf-dem-Sofa-Bleiben keine Option ist? Damals gab es gefühlt zwei Modelle von Schneeschuhen, ein einziges Schneeschuh-Tourenbuch (s.u.) und weit und breit keinen Trend oder Ausrüstungswahn. Auch Schneeschuh-Kurse gab es nicht: spätestens wenn man sich selber drei Mal auf die eigenen Teller getreten ist und auf der Nase liegt, weiß man ja, dass man ein wenig breitbeiniger laufen muss. Also war die Devise: Schneeschuhe an die Wanderschuhe binden und los!
Unbedingt erwähnen muss man aber Folgendes: da wir bereits vor dem Umstieg auf Schneeschuhe in den winterlichen Alpen unterwegs waren, verfügten wir bereits über Kenntnisse zu Lawinengefahr und -vermeidung, für uns änderte sich also lediglich die "Schuh-Unterlage". Allen, die mit dem Erwerb von Schneeschuhen erstmals im winterlichen Gebirge unterwegs sind, sei dringend empfohlen, sich mit den spezifischen Gefahren des Winters in den Bergen vertraut zu machen!
Da es so gut wie keine spezielle Schneeschuh-Literatur gab, wanderten wir über viele Jahre die als eher einfach eingestuften Skitouren nach, was auch problemlos funktionierte (man muss ja nicht gerade diejenigen aussuchen, wo von "langen, steilen Querungen" die Rede ist). Damals wie heute vertritt die Autorin die Theorie, dass man mit Schneeschuhen überall dort hinkommt, wo man mit Skiern auch hinkommt - auch wenn man manchmal die Zeitplanung etwas anders gestalten muss. Schneeschuhe sind also auf jeden Fall "gipfeltauglich", was ja auch unser Schneeschuhtouren-Archiv beweist!!!
Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt: Schneeschuh-Gehen ist Trend-Sportart und man wird förmlich erschlagen mit Ausrüstung, Kursen und Literatur. Allerdings kommt uns einiges dabei ein wenig seltsam vor: Schneeschuh-Gehen scheint keine "gipfeltaugliche" Sportart mehr zu sein, sondern dient nur noch zum Erwandern der nächsten Apfelstrudel-Alm auf (am besten geräumten) Forststraßen. Dazu trägt der 90kg-Mann dann zierliche Fußumrandungen aus Plastik, die statt ordentlicher Zacken kleine Plastiknoppen haben. Nun ja, uns geht's nichts an und die Sportartikel-Industrie freut's....
Allen, die ernsthaft Schneeschuh-Gehen wollen (d.h. im freien Gelände abseits geräumter Wege) sei Folgendes empfohlen:
Das u.E. immer noch beste Buch zum (ernsthaften) Schneeschuh-Wandern ist gleichzeitig eines der ältesten: "Schneeschuhtouren" von Christian Schneeweiß (Bruckmann-Verlag, ISBN 3-7654-3595-3).