Schafberg

(Salzkammergutberge, Salzkammergut, Österreich)

Höhe
1783 m
Höhendifferenz
1250 Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
ja
Exposition
Süd
Einkehr
Aschinger Hof, Gipfelhotel Schafbergspitze, Himmelspfortehütte
Ausgangsort
St.Wolfgang am Wolfgangsee
Aufstieg
Dorneralm, Schafalpe
Abstieg
s. Aufstieg
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Charakteristik

Auch ein Berg mit kaum 1800m Höhe kann sich imposant anfühlen, wenn die Talorte eben entsprechend weit unten liegen. Zu Recht berühmt ist der Schafberg durch seine Insellage zwischen Wolfgang-, Mond- und Attersee. Vom kleinen Gipfelpanoramaweg lassen sich auch noch Fuschl- und Irrsee entdecken - fünf Seen auf einen Blick sozusagen. Natürlich ist so eine Aussichtskanzel kein Geheimtipp, zumal ja auch noch eine Zahnradbahn von St. Wolfgang direkt zum Gipfel fährt und in der Hochsaison jede Menge Touristen herankarrt. Ein großes Hotel und die kleine Himmelpfortenhütte komplettieren die Gipfelbebauung. Für den Anstieg von St. Wolfgang braucht es keine alpinen Heldentaten, der Weg bzw. Steig ist stets ungefährlich, aber oft felsig oder schottrig mit einigen steilen Abschnitten. Die Anforderung liegt also eher im konditionellen Bereich, zumal neben der Höhendifferenz auch eine Gesamtstrecke von über 16 km abzuarbeiten ist.


Beschreibung

Am großen Parkplatz neben der Talstation der Schafbergbahn gehen wir ganz nach hinten und finden dort einen Durchschlupf im Zaun. Nur ein paar Meter folgen wir den Gleisen bis zu einem beschilderten Übergang und halten uns dort links. Für einige Minuten wandern wir durch den Ort Ried, bis uns ein Schilderbaum nach rechts schickt. Wir passieren die letzten Häuser und bleiben weiterhin auf dem Teersträßchen, das uns in einigen Kehren zum schönen Anwesen Aschinger leitet (NW). Mitten im Hof finden wir links den Abzweig Richtung Schafberg. Auf breitem Waldweg weiter, kurz nach einer Einmündung von links müssen wir nochmal links abbiegen (beschildert). Das war dann die letzte Verzweigung für längere Zeit. Stets in NW-Richtung steigen wir in wechselnder Steilheit über geröllige und felsdurchsetzte, aber breite Waldwege durch die Südflanke des Schafbergs; stellenweise sieht und hört man dabei die parallel verlaufende Zahnradbahn. An der unbewirtschafteten Dorneralm öffnet sich kurz das Gelände, bald darauf taucht man wieder in den Wald ein. An einer befestigten Bachrinne verjüngt sich der Waldweg zum wurzeligen Steig und holt etwas nach W aus, um den Felsgupf des Aignerriedels zu umgehen. Wir umrunden ihn auf der W-Seite, schwenken auf rumpeligem Steig nach N bzw. NO und betreten durch ein Gatter die Weideflächen der Schafalpe. Unser Steig mündet in einen breiten Wirtschaftsweg, der uns nach rechts bis zum ehemaligen Gasthaus Schafbergalpe (geschlossen) und dem dahinter liegenden Bahnhof der Zahnradbahn bringt. Jenseits der Gleise steigen wir im Zickzack über Almwiesen, kreuzen nochmal die Gleise und arbeiten uns über steinige Steiglein, Wiesenpfade und Betontreppen den freien langen Gipfelhang hinauf (NO). Die Orientierung dürfte kein Problem sein, ist der Gipfel doch mit Bahnstation, Hotel und Hütte bestückt.

Hinweis: Wer ein dickes Sparschwein hat, kann sich natürlich auch mit der Zahnradbahn chauffieren lassen (einfache(!) Fahrt 43,- €, Stand 2026). Wer sich nach dem Zu-Fuß-Aufstieg zu Tal fahren lassen will, sollte gleich nach Gipfelankunft eine Fahrt reservieren lassen.