GaipahöheCharakteristik
Die Gaipahöhe ist weniger ein Berg als eine extrem weitläufige Hochfläche mit kleiner Gipfelkuppe. Im unteren Teil bewegt man sich auf gut markierten Waldwegen, im offenen Gelände der Blutigen Alm kann man allen steileren Stellen beliebig aus dem Weg gehen; die beiden Hütten dienen als höchst willkommene Orientierungspunkte. Die Gaipahöhe bietet von unten bis oben ideales Schneeschuhgelände ohne Problemstellen; aufgrund der sanft geneigten Flanken ist die Tour auch bei nicht optimaler Lawinenlage noch vertretbar. Eines muss aber unbedingt gegeben sein: klare Sicht – bei Nebel kann es auf der XXL-Hochfläche größere Orientierungsprobleme geben. Die Gaipahöhe ist die perfekte Aussichtsloge über die Nockberge und um sich die nächsten Tourenziele auszusuchen.
Beschreibung
Wo in Innerkrems rechts die im Winter gesperrte Nockalmstraße abzweigt, beginnt unsere Tour gut beschildert links an einem Brückchen. Wir durchqueren den Hof eines Gästehauses und finden dahinter einen breiten Almweg mit rot-weißen Markierungen. Recht steil zieht er in Kehren in den Wald hinein, wo man nach wenigen Minuten eine Gabelung nicht übersehen darf: hier nicht auf breiter Trasse geradeaus weiter, sondern in einer scharfen Links-Rechts-Kombination auf einen Steig abbiegen (Wegweiser im Eck). Immer entlang des gut markierten Sommerwegs 113 geht es in Grundrichtung N durch den Wald; kurze, etwas steilere Aufschwünge wechseln mit bequemen Passagen. Zweimal wird eine Forststraße gequert, der Steig setzt sich jeweils unmittelbar gegenüber fort. Der Wald wird lichter und bringt uns mit einem leichten Schwenk nach halb rechts (NO) über eine deutliche Schneise ins offene Gelände der Blutigen Alm, wo wir auf ein halb verfallenes Hüttchen stoßen. Unmittelbar davor halten wir uns halb links (N), als nächster Orientierungspunkt dient eine größere Hütte („Auszeithütte“) oben am Kamm. Am bequemsten erreicht man sie etwas nach links ausholend in einer weiten Rechtskurve. Hinter der Hütte erklimmt man einen steilen, aber nur ganz kurzen Aufschwung, wendet sich leicht nach links und peilt ein großes Steinmanndl direkt voraus an. Bevor es auf dem Weg dorthin aber steil wird, hält man sich abermals leicht links (NW) und zielt auf den behäbigen Rücken mit dem Zaun. Unterwegs muss noch ein eingewehter Tobel umgangen werden, meist geht es rechts herum auf dem abgeblasenen Sattel ganz problemlos. Bequem ersteigt man nun links am Zaun entlang den nächsten Aufschwung und erkennt nun erstmals das Gipfelkreuz der Gaipahöhe, das nur noch einen sanft auslaufenden Hang entfernt ist.
Hinweis: Bisweilen ist die Spur auch etwas weiter westlich angelegt, sodass man ohne Berührung mit der Auszeithütte und ohne Kammwanderung direkt auf den Gipfel trifft. Da es auf der Gaipahöhe wie auf allen Nockbergen oft stürmisch weht, ist die Auszeithütte als windgeschützter Brotzeitplatz aber ganz praktisch.