Faltschonhorn

(Adula-Alpen, Graubünden, Schweiz)

Höhe
3022 m
Höhendifferenz
1000Hm
Schwierigkeit
Bergtour - Mittel
Wintertauglich
ja
Exposition
Südost, Nordost
Einkehr
keine
Ausgangsort
Vals
Aufstieg
Alpe Leis, Fuorcla da Patnaul
Abstieg
s. Aufstieg
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Charakteristik

Der Aufstieg zum Faltschonhorn ist vor allem eines: lang. Wer nicht einen der sehr selten verkehrenden Wanderbusse erwischt, muss entweder 800 Hm radeln oder mindestens 1 Std. von der Gondelstation Gadastatt herüberlaufen. Von der Alpe Leis bis zur Patnaulscharte ist man auf schmalem Steig im gutmütigem, etwas unübersichtlichem Wiesengelände unterwegs; die deutlichen Markierungen helfen bei der Wegfindung. Ab der Patnaulscharte ändert sich das Bild: Steigspuren in splittrigem Gebrösel und Felsbänke leiten steil und bisweilen etwas exponiert zum Gipfel, der wesentlich weiter nach hinten versetzt ist als man zunächst denkt (die an der Patnaulscharte veranschlagten 50 Min. darf man durchaus ernst nehmen). Besonders beeindruckend sind schon beim Aufstieg die senkrechten Felswände des Piz Aul, die uns ein Stück begleiten, und der Gipfelblick über Valser- und Lumnezia-Tal und zu Tödi, Oberalpstock und Schwarzhorn.


Beschreibung

Die eigentliche Wanderung beginnt an der Alpe Leis auf 2047 m. Um die rund 800 Hm von Vals herauf zu bewältigen, braucht es entweder ein Rad (ca. 800 Hm, 10 km, gute Kiesstraße) oder man nimmt in Vals die Gondel zur Einkehrstation Gadastatt und wandert von dort zur Alpe Leis hinüber (200 Hm, 4 km). Vor dem stattlichen Gebäude der Alpe Leis hält man sich links (SW) und bleibt noch für eine Kehre auf dem Almweg. Dann zweigt der beschilderte Wanderweg links ab (SW) und führt über Almweiden um ein Geländeeck herum und anschließend weiter über Wiesen und kleine Bäche nach NW. Wir nähern uns den abweisenden Felswänden von Piz Aul und wandern parallel zu ihnen über gutmütiges Wiesengelände nach SW. Hügel um Hügel steigen wir bergauf, schwenken dabei etwas nach W. Eine felsige Mulde wird auf gutem Steig durchquert, dann fehlt nur noch ein kurzer Aufschwung bis zum Sattel Fuorcla da Patnaul. Links (SW) geht es weiter, der lange Geröll- und Felskamm gibt bis zum Gipfel die Richtung vor: gute Serpentinen in solidem Fels wechseln sich ab mit splittrigem Gebrösel, bisweilen auch mit saftiger Steigung. Über zwei Kuppen arbeiten wir uns an den Gipfelaufbau heran und passieren einen steingefüllten Trichter. Steil geht es noch kurz auf eine Geländekante hinauf, dahinter wartet ein vergleichsweise bequemer breiter Rücken. Der folgende Felsgupf wird leicht exponiert rechts umgangen, dann ist der höchste Punkt mit dem großen Steinmanndl gleich erreicht.

Hinweis: In der Hochsaison fährt ein Wanderbus zur Alpe Leis, allerdings ist der Fahrplan nur bedingt brauchbar (einmalige Fahrt an manchen Werktagen). Wer zur Alpe radelt, hat zwar einiges an Hm zu bewältigen, darf aber mit einer gut gepflegten Almstraße mit gleichmäßiger Steigung rechnen.