Charakteristik
Der Mällig ist die perfekte und dabei auch noch leicht erreichbare Aussichtskanzel oberhalb von Saas-Fee bzw. Saas-Grund. Man blickt zum einen aus der Vogelperspektive in das tief eingeschnittene Tal hinunter, andererseits aus der Froschperspektive zu den umliegenden 4000ern (Lagginhorn, Weissmies, Allalinhorn, Alphubel, Dom, Lenzhorn...) mit ihren Restgletschern hinauf. Der gesamte Weg ist gut angelegt, höchstens mittelsteil und nie exponiert. Sollte die nahe Seilbahnstation für zu viel Andrang sorgen, empfiehlt sich der kleine Abstecher zur etwas nach hinten versetzen Kuppe Gibidum, auf der man auch sehr bequem und etwas näher an den spaltigen Gletscherresten sitzt.
Beschreibung
*) Bei Benutzung der Hannigbahn fallen nur rund 500 Hm an.
Für die Tour gibt es im Zentrum von Saas-Fee mehrere Startpunkte: Wer direkt im Ort wohnt, kann an der Kirche beginnen; strategisch günstig ist aber die Talstation der Hannigbahn, um sich eine mögliche Rückfahrt mit der Seilbahn offen zu halten. Direkt hinter dem Bahngebäude findet man gelbe Wegweiser, die nach links oben zeigen. Auf einem recht steilen Fußweg passieren wir die obersten Häuser von Saas-Fee, treffen auf einen geteerten Querweg, nehmen jedoch den beschilderten Steig, der nach links oben abbiegt. An einer undeutlichen Verzweigung kurz danach halten wir uns an die bunten Markierungspfeile. Gefühlt in die falsche Richtung (N) leitet der breite Weg nun durch schönen Lärchenwald, macht aber erfreulicherweise schon bald eine Kurve nach SW. Wir unterqueren die Seilbahntrasse und stehen kurz darauf vor dem Restaurant Alpenblick auf einer Waldlichtung (hier kommt die Variante von der Dorfkirche dazu). Rechts geht's weiter (NW), das gut angelegte Steiglein schlängelt sich gleichmäßig durch den Wald und schließlich durch ein Gatter hinaus auf die Almwiesen der Hannigalp. Ein breiter Almweg führt in Kehren durch freies Weidegelände, die Bergstation der Hannigbahn oben am Hang dient bereits als Orientierungspunkt. Direkt gegenüber der Bergstation beginnt der beschilderte Weg zum Mällig und windet sich zunächst geschickt durch die zahlreichen Lawinenverbauungen. Über zwei felsige Absätze gelangt man zu einer flachen Kuppe mit Gedenktafel, Panoramablick und Liegewiese. Streng genommen ist das allerdings noch nicht der Mällig, sondern der eher unbequeme Blockwerkhaufen dahinter, der aber auch in wenigen Minuten problemlos erreicht ist. Da die Aussicht hier eingeschränkt ist, empfiehlt sich noch der Viertelstunden-Übergang zum Gibidum, einer wenig höheren felsdurchsetzen Kuppe. In der bewährten NW-Richtung steigen wir dazu über gut geschichtetes Blockwerk und ein paar Felsstufen hinunter in einen breiten Sattel und jenseits über einen einfachen Serpentinensteig hinauf zum höchsten Punkt.
Hinweis: Der Ort Saas-Fee ist autofrei (große Parkplätze am Dorfbeginn). Wer in einem der Saaser Orte übernachtet, darf Postbus und Bergbahnen gratis nutzen.