Gamskogel

(Totes Gebirge, Salzkammergut, Österreich)

Höhe
1628 m
Höhendifferenz
1000 Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
nein
Exposition
Südwest
Einkehr
Rettenbachalm
Ausgangsort
Rettenbachalm, ca. 7 km vom Ortsrand Bad Ischl
Aufstieg
Wurzeralm, Hinteralm
Abstieg
s. Aufstieg
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Charakteristik

Obwohl ja wahrlich kein Riese, fühlt sich der Gamskogel irgendwie höher an als 1628m. Das liegt zum einen an den tief liegenden Tälern der Gegend, andererseits auch an den 1000Hm, die recht effizient, also steil und direkt, auf durchwegs schmalen Pfaden abgearbeitet werden. Nur im Mittelteil der Tour lehnt sich das Gelände vorübergehend etwas zurück. Wer im Hoch- oder Spätsommer unterwegs ist, wird sich auf dem mittunter nur fußbreiten Steig seinen Weg durch die Botanik (vor allem stachelige Brombeerbüsche) bahnen müssen. Beim Abstieg kann man ja an insgesamt acht Stellen entscheiden, zur Erholung die ein oder andere Kehre auf dem Forstweg zurücklegen. Die Schlussschlaufe empfiehlt sich auf jeden Fall auf dem Forstweg, da man so an der bewirtschafteten Lippenbauer- und der Rettenbachalm vorbeikommt.


Beschreibung

Mit dem Pkw parkt man vor der Schranke, etwa 200m vor der Rettenbachalm, und folgt der breiten Almstraße noch kurz bis zu einem Brückchen (Radler parken hier). Direkt nach der Brücke schickt uns ein Wegweiser nach links, wo eine dünne Spur zwischen kleinen Hütten zum Waldrand führt. Auf dem schmalen, aber gut markierten Steiglein, das im Hochsommer auch ziemlich zugewuchert ist, geht es gleich recht steil los. Nach einigen Minuten trifft man wieder auf eine quer laufende Forststraße, die aber lediglich gequert wird; das Steiglein setzt sich direkt gegenüber fort. Im weiteren Verlauf der Tour wird man noch weitere siebenmal auf die Forststraße stoßen und – maximal um wenige Meter versetzt – die jeweilige Steigfortsetzung gegenüber finden. Die Wegabschnitte variieren dabei zwischen stark zugewucherten Lichtungen und bequemer zu begehenden Waldabschnitten; steil und schmal ist der Weg allerdings in der gesamten unteren Hälfte. Die Grundrichtung NO ändert sich dabei auch nicht. An einer Forstweg-Gabelung setzt sich unser Steig mittig fort, markiert durch eine Art Holzrahmen, den man durchschreitet. Nun lehnt sich das Gelände auch etwas zurück, der Steig wird angenehmer und leitet durch wellige Waldstücke hinauf zu einer weiteren Forstwegquerung und dem dahinterliegenden Hüttendorf der Wurzeralm (N). Wir folgen den deutlichen Markierungen am Rand der Almflächen durch ein Waldstück und hinunter zu den freien Wiesen um die Hinteralm. Rechts haltend (NO) passieren wir ein paar Hüttchen und einen Wegweiser. Geradeaus wandern wir durch ein kurzes Waldstück und queren dann auf etwas undeutlichem Weg die steilen Grasflanken des Predigtkogels (auf Markierungen achten!). Nach einem Zaundurchschlupf wird der Weg wieder deutlicher und schlängelt sich mal mehr, mal weniger steil durch licht bewaldetes Gelände in den weitläufigen Sattel zwischen Predigt- und Gamskogel, wobei der felsige Gupf des Gamskogel im N umgangen wird. Wer sich nun noch rechtzeitig auf dünner Spur nach rechts (S) orientiert, erreicht das Gipfelkreuz völlig problemlos über Latschengassen.

Hinweis: Die gut gepflegte, nur sanft steigende Schotterstraße ins Rettenbachtal zum Ausgangspunkt darf per Pkw oder Rad befahren werden (mautfrei).