Charakteristik
Der Sass de la Palaza ist ein wunderbarer Aussichtsberg, dessen Gipfelliegewiese mit Dolomiten-Rundum-Panorama allerdings mit etwas Ausdauer und Leidensfähigkeit erkauft werden muss. Der Zustieg von den Weilern Valt bzw. Meneghina am nördlichen Rand von Falcade ist unschwierig, aber fast durchwegs sehr steil und im Mittelteil auch grobschotterig. Ablenken kann man sich mit den Stationen eines Geo-Lehrpfads. Spektakulär sind die beiden Schluchten, die den Aufstiegsweg flankieren: Geologie-Fans dürften in den bunten und ungewöhnlich vielfältigen Felsstrukturen zu beiden Seiten reiches Anschauungsmaterial finden.
Beschreibung
*) Man kann von Valt mit dem Pkw oder dem Rad auch auf engem Teersträßchen über Meneghina bis zu einem ausgewiesenen Almparkplatz fahren und spart sich so pro Strecke ca. 30 Min.
Von Valt aus folgen wir der schmalen Fahrstraße über eine Brücke und in zwei steilen Kehren hinauf in den Weiler Meneghina, wo wir links abbiegen (Beschilderung „Malga Bosch Brusa“). Ein geteerter Almweg bringt uns in leichter Steigung zu einem Holzplatz und schließlich zu einem Wanderparkplatz (NW). An der dortigen Gabelung nehmen wir den linken, unteren Weg (#631), der uns bald darauf zur Brücke Ponte delle Barezze bringt, mit deren Hilfe wir den Torrente Gaon überqueren. Den folgenden Abzweig zur Malga ai Lach dürfen wir links liegen lassen, für ein langes Stück bleiben wir nun einfach auf dem breiten, etwas steinigen Weg #631, der quasi auf einem Gratrücken zwischen den beiden tief eingeschnittenen Schluchten des Torrente Gaon und des Torrente Marmoladella „balanciert“. Nach einer Holzbrücke und zwei Hüttchen windet sich der Weg dann in zahllosen, engen Kehren bergan – und zwar durchwegs knackig steil (NW). Durch ein Holzgatter betreten wir schließlich das Almgelände um die Malga Bosch Brusa, wo sich der breite Almweg auflöst. Ein Steig führt uns links oberhalb der Alm weiter, zuerst im mittelsteilen Almgelände (NW), dann durch einen steileren Waldgürtel (SW, NW). Auf einer Hangterrasse wenden wir uns leicht nach links und steigen hinauf zu einer markanten Felswand mit wellenförmigen Strukturen. Links haltend (SW) geht es auf steilem Schotter unter der Wand hindurch und rechts um ein felsiges Eck wieder in lichten Wald (W). Steiler Zickzack leitet uns hinauf zu einer Geländekante und dahinter in ein hübsches Tälchen mit kleinen Grasbuckeln. Die schmale Steigspur schlängelt sich dazwischen durch und schließlich in einem kurzen Steilaufschwung hinauf zu einem quer laufenden Kamm. Nun sind es links (SW) nur noch wenige Minuten zur flachen Wiesenkuppe des Sass de la Palaza mit kleinem Do-it-yourself-Kreuz.