Gantkofel (Monte Macaion)

(Nonsberggruppe, Südtirol, Italien)

Höhe
1866 m
Höhendifferenz
0800Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
ja
Exposition
Nord, Südwest (Aufstieg); West, Ost (Abstieg)
Einkehr
Einkehrbetrieeb am Passo Pampeago (mit Umweg)
Ausgangsort
St. Felix an der Gampenpassstraße, Pp. Lochmannbrücke ca. 1 km nördlich von St. Felix
Aufstieg
Felixer Alm, Waldruhe, Gaider Scharte
Abstieg
s. Aufstieg
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Charakteristik

Das absolut fantastische Gipfelpanorama des Gantkofels ist Wanderern mit etwas Durchhaltevermögen vorbehalten - auf den langen Waldpassagen des Zustiegs ist uns nämlich nullkommanull Aussicht vergönnt. Vom etwas eintönigen Waldgewandere kann man sich unterwegs mit einem Besuch des hübschen Felixer Weihers oder mit der Einkehr in der Felixer Alm oder der Waldruhe ablenken. Der Weg an sich weist keinerlei schwierige Stellen auf, zieht sich aber durchaus in die Länge (ca.17 km insgesamt), bis man endlich den Kamm erreicht, der senkrecht ins Etschtal abbricht, und mit dem Gantkofel einen sonnigen Brotzeitplatz ganz vorne in der ersten Reihe. Das wirklich außergewöhnliche Gipfelpanorama reicht von Meran mit den Ausläufern der Ötztaler Alpen dahinter, über das Etschtal, das von den Sarntaler Alpen flankiert wird, bis zur direkt unter dem Gipfel gelegnenen Stadt Bozen, über der Langkofel-, Rosengarten- und Latemarmassiv aufragen.


Beschreibung

Direkt gegenüber vom Parkplatz und dem integrierten Busstop an der Lochmannbrücke beginnt der breite Forstweg zum Felixer Weiher. Wir folgen ihm in wechselnder Steilheit (NO), lassen den Abzweig zu den Tillnwiesen links liegen und bleiben weiter auf dem Hauptweg mit der Nummer 56 (O). Er mündet nach einiger Zeit in einen breiten Fahrweg ein, wo wir links abbiegen. Wieder ist man eine ganze Weile unterwegs, bis wir schließlich auf eine weitläufige Gabelung stoßen. Den Abzweig mit der Nummer 50 ("Moschen") links dürfen wir ignorieren, wir halten uns halb rechts und stehen schon kurz danach vor der bewirtschafteten Felixer Alm. Wir marschieren über die Terrasse und finden hinter den Gebäuden einen Steg und Schilder in zwei Richtungen: Wer möglichst zügig ans Ziel kommen will, geht links; wer erst den hübschen Felixer Weiher besuchen will, geht rechts. So oder so trifft man wenige Minuten später auf die schön gelegene Einkehrstation Waldruhe. Am Schilderbaum direkt vor dem Haus halten wir uns rechts, durchwandern auf schmaler Trasse ein kurzes Waldstück und eine schöne Wiese und stoßen am Waldrand wieder auf Wegweiser, die uns leicht nach links lotsen (SO). Kurz danach treffen wir unvermittelt auf einen Forstweg, folgen ihm aber nur wenige Meter nach links, denn unser Steig setzt sich gleich darauf rechter Hand fort. Nun schließt sich ein längeres Waldstück mit einigem Auf und Ab an (SO), bevor man dann in einigen recht steilen Kurven ca. 120 Hm verliert (NO). Wir gelangen in einen weitläufigen Wiesenkessel und stoßen am Wegpunkt "Prati di Laures" auf einen Forstweg, den wir aber nur überqueren. Nach kurzem Aufschwung stehen wir wieder vor dem Forstweg, dem wir aber auch dieses Mal nicht folgen. Leicht nach links versetzt sehen wir wieder unsere Wegnummer 500 an einem Baum ("Località Secont Prá Laures"), durchwandern eine eingefasste Wiese und finden gleich hinter dem Türchen im Zaun die Fortsetzung unseres Wegs. Wieder schließt sich ein längeres Waldstück an, bis wir endlich den Rand des steil ins Etschtal abfallenden Kamms erreichen. An der Gaider Scharte (Flurname "Laures"), wo der Anstieg von Gaid dazustößt, halten wir uns rechts (SO) und machen in bequem angelegten Serpentinen schnell Höhe. Nach weiterem Waldstück schickt uns ein Wegweiser mit der erfreulichen Zeitangabe "10 Min." nochmals nach links, wo wir nach einem kurzen steilen Aufschwung tatsächlich das Ende des Walds, ein großes Gedenkkreuz und eine fabelhafte Aussicht vorfinden. Ganz kurz noch rechts, dann ist der höchste Punkt mit aussichtsreicher Liegewiese und Bank erreicht.

Hinweis: Wer mit dem eigenen Pkw anreist, kann direkt im Ort St. Felix der Beschilderung zum Felixer Weiher folgen, bis zum Pp. Klamm fahren und sich somit bei An- und Abstieg jeweils einen guten km sparen.

Hinweis: Ab dem Felixer Weiher war der Weg zum Gantkofel früher mit der Nummer 512 ausgewiesen, aktuell aber mit der 500. Je nach Alter der Markierungen findet man unterwegs noch beide Wegnummern - es sind aber auch beide richtig.