Top-Tour Castellazzo

(Dolomiten/Palagruppe, Trentino, Italien)

Höhe
2333 m
Höhendifferenz
0420Hm
Schwierigkeit
Wanderung - Mittel
Wintertauglich
nein
Exposition
Süd, West (Aufstieg); Nord, Ost (Abstieg)
Einkehr
Baita Segantini, Capanna Cervino
Ausgangsort
Passo Rolle
Aufstieg
Capanna Cervino, Cristo Pensante
Abstieg
Cristo Pensante, Baita Segantini, Capanna Cervino
castellazzo_01.jpg :
castellazzo_02.jpg :
castellazzo_03.jpg :
castellazzo_04.jpg :
castellazzo_05.jpg :
castellazzo_06.jpg :
castellazzo_07.jpg :
castellazzo_08.jpg :
castellazzo_09.jpg :
castellazzo_10.jpg :
castellazzo_11.jpg :
castellazzo_12.jpg :
castellazzo_13.jpg :
castellazzo_14.jpg :
castellazzo_15.jpg :
castellazzo_16.jpg :
castellazzo_17.jpg :
castellazzo_18.jpg :
castellazzo_19.jpg :
castellazzo_20.jpg :
castellazzo_21.jpg :
castellazzo_22.jpg :
castellazzo_23.jpg :
castellazzo_24.jpg :
castellazzo_25.jpg :
castellazzo_26.jpg :
castellazzo_27.jpg :
castellazzo_28.jpg :

Charakteristik

Touren, die derart viel spektakuläre Landschaft bei so wenig Anstrengung bieten, findet man nicht oft. Der Castellazzo ragt wie eine isolierte Haifischflosse aus dem weitläufigen Wiesengelände drumherum und lässt sich dank gut angelegter Almwege und Militärsteige problemlos erwandern und umrunden; lediglich der steile, aber nur kurze Schotterweg durch die Südflanke ist etwas mühsam. Der eigentliche Clou dieser Tour sind die imposanten Felsbastionen der Pala-Gruppe mit Monte Mulaz, Cima Vezzana und Cimone della Pala, dem „Matterhorn der Dolomiten“, die – besonders beim Abstieg – fast zum Greifen nah heranrücken. Die hübsche Baita Segantini nebst See vor dieser Felskulisse kommt völlig zu recht in vielen Bildbänden und Fotokalendern zu Ehren.


Beschreibung

Aufstieg: Ungefähr in der Mitte des riesigen Parkplatzes am Passo Rolle überqueren wir die Straße und finden dort einen unbeschilderten, aber deutlichen Pfad, der in N-Richtung einen Hügel überquert und sich dahinter absenkt zu einer quer laufenden Fahrstraße und einem Kreuzungspunkt mit großem Schilderbaum (NO, hierher auch vom alternativen Ausgangspunkt s. Hinweis). Hier schwenken wir halb links in einen bequemen Fußweg ein, der uns in Serpentinen die Almweisen hinaufführt (O). Er passiert die Capanna Cervino eigentlich mit einigen Metern Abstand, wir nehmen aber den Zubringer links direkt zur Hütte hinüber. So gelangen wir zur Weggabelung hinter dem Hüttengebäude und halten uns dort links. Wieder durchwandern wir freies Alm- bzw. Skigelände und stehen bald schon vor einer weiteren Verzweigung: Obwohl der Castellazzo nach rechts ausgewiesen ist, halten wir uns links – der Anstiegsweg durch die Südflanke ist schließlich schon von Weitem deutlich zu sehen. Nun ändert sich kurzzeitig der Charakter der Tour: Ein sehr steiler, gerölliger Pfad durchschneidet den Berghang (NW), umrundet die Westflanke (NO) und senkt sich in eine Einsattelung mit Kriegsstellungen auf der Nordseite des Castellazzo. Hier wird es wieder bequemer; ein guter Steig schlängelt sich über einen Schrofen-Gras-Mix hinauf zu einer Geländekante (S) mit großem Bronzekreuz und der Steinfigur des nachdenklichen Christus (Cristo Pensante). Zum höchsten Punkt mit Mini-Kreuz gelangt man über diverse Steigspuren und leichte Felsen.

Abstieg: Wir steigen vom höchsten Punkt wieder hinunter zum breiten Weg und folgen ihm rechts zunächst nach NO, dann nach N. In gleichmäßigem Zickzack, wie er für Militärwege typisch ist, überwinden wir eine Felspassage, umrunden die Ostflanke des Castellazzo und gelangen hinunter in weitläufiges Wiesengelände (SO, S). An einer beschilderten Gabelung muss man sich entscheiden: Geradeaus ginge es auf direktem Weg zurück zur Capanna Cervino. Wer noch Zeit hat, dem sei unbedingt dieser kleine Umweg empfohlen: Man hält sich hier links, Richtung Baita Segantini, und wandert mit leichtem Gegenanstieg (ca. 50 Hm) auf gutem Weg um die Graskuppe der Cima Costazza herum und somit quasi direkt auf die imposanten Felswände von Cima Vezzana und Cimone della Pala zu (SO). Der Weg schwenkt nach rechts (S) und leitet nahezu eben hinüber zur Fahrstraße am Passo della Costazza, wo man wenige Meter weiter rechts die bewirtschaftete, wunderschön gelegene Baita Segantini samt Teich findet. Wir bleiben zunächst für wenige Minuten auf der Fahrstraße, zweigen aber schon bald auf den Fußweg zur Linken ab. Er bringt uns in angenehmem Gefälle zurück zur Capanna Cervino (W). Weiterer Abstieg wie Aufstieg.

Hinweis: Alternativ kann man am kleinen Parkplatz östlich der Passhöhe starten. Dort bringt uns ein beschilderter Fahrweg zum Kreuzungspunkt unterhalb der Capanna Cervino.