Sonnjoch

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Karwendel, Österreich

Höhe:2457mKategorie:Bergtour - leicht
Höhendifferenz: 1250Hm Wintertauglich: nein
Ausgangsort: Eng
Aufstieg: Binsalm, Binssattel
Abstieg: s. Aufstieg

Beschreibung
Hinter dem "Alpengasthof" steil links (O) am Bach hinauf und über einen kurzen, steilen "Zubringer" zum Forstweg, dem man bis zur Binsalm folgt. Nach der Alm führt der Forstweg noch durch zwei weite Querungen, bis in einer Rechtskurve ein beschilderter Steig Richtung Lamsenhütte abzweigt. Diesem folgt man ein kurzes Stück Richtung Lamsenjoch, biegt dann an einer beschilderten Kreuzung aber links (N) ab in Richtung "Gramais-Alm" und Binssattel.
Auf schmalem Pfad zuerst flach, dann ziemlich steil in Serpentinen hinauf zum grünen Binssattel (Weg oft schmierig). Nun in der Ostflanke des Gramai-Jochs auf kleinem Steig zunächst flach, dann mit etwas Höhenverlust durch Weidegelände hinüberqueren zum bereits voll einsehbaren Gipfelhang (Natürlich kann man auch einen Abstecher zur Gramais-Alm machen; dies ist aber mit gut 150m Höhenverlust verbunden!).
Am Fuß des Gipfelaufbaus treffen beide Varianten wieder zusammen; zuerst durch Latschengassen, dann zunehmend über Geröll zum Gratabbruch (N) und an seinem Rand entlang links (NW) hinüber zum hohen Gipfelaufbau. Die letzten ca. 250Hm zum Gipfel geht es über tw. etwas unangenehmes Geröll und Felsplatten im Zickzack zum Gipfel
__ Tipp: der Binssattel ist sehr blumenreich und interessant für Enzian-Fans: im Juli gibt's zwischen Binsalm und -sattel viel gelben Enzian (Gentiana Lutea); wer Mitte August dort herumwandert, kann zwischen Binssattel und Gipfelaufbau ungewöhnlich grosse Vorkommen des braunen Enzian (Gentiana Pannonica) finden
__ Hinweis: natürlich ist die "Eng" im Herbst schön, aber das haben auch sämtliche Busunternehmen Oberbayerns entdeckt. Im Herbst ist es dort so ungefähr so geruhsam wie auf dem Oktoberfest!

Fazit
Landschaftlich sehr reizvolle Tour auf einen wunderbaren Aussichtsberg - ideal für Blumen- und Tier-Fans (viele Gemsen, Steinböcke)! Leider in letzter Zeit zunehmend überlaufen (vor allem am Wochenende)!
Bei guten Verhältnissen und solider Trittsicherheit ist die Tour unschwierig, lediglich der lange Gipfelhang mit seinen geröllbedeckten Platten erfordert etwas "Leidensfähigkeit" und sicheres Gehen im Geröll. Es gibt etliche Stellen, an denen man nicht abrutschen sollte - bei Nässe oder Schneeresten ist grosse Vorsicht geboten!

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