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Haidenspitze

Stubaier Alpen/Sellrain, Tirol, ÖsterreichHöhe2975 mHöhendifferenz1500 HmSchwierigkeitWanderung - SchwerWintertauglichbedingt ExpositionNord, Süd EinkehrGleirsch-Alm, Pforzheimer Hütte (beide Sommer, Winter)AusgangsortSt.Sigmund/SellrainAufstiegGleirsch-Alm, Pforzheimer Hütte, "Rotgrube"Abstiegs. Aufstieg


Charakteristik

Es mag formschönere Gipfel und spannendere Anstiege in den Stubaiern geben, aber die Haidenspitze ist zweifellos ein lohnender Aussichtsberg, der auch relativ einfach zu erreichen ist. Wer keine Menschenmassen am Gipfel mag, dafür "schottisches Highland-Feeling" liebt, ist hier richtig! Die technischen Schwierigkeiten halten sich sehr in Grenzen (sicheres Gehen auf grobem Blockwerk oder kippeligen Platten, steiles Geröll), ansonsten braucht man lediglich Kondition für 1500Hm und etwas Durchhaltevermögen für den eher langweiligen Hüttenzustieg.

Beschreibung

Vom gebührenpflichtigen Pp. in St.Sigmund (4,-€, Stand 2011) wandert man auf dem zunächst asphaltierten Fahrweg nach S zur Gleirsch-Alm. Man bleibt weiter auf dem Fahrweg und folgt dem Gleirschbach in moderater Steigung durch Almwiesen nach S. Sobald sich Tal und Weg etwas nach SW wenden, kann man halbrechts bereits die Pforzheimer Hütte auf ihrer Geländekante sitzen sehen; weiter auf dem Fahrweg bis zur Materialseilbahn der Hütte. Hier wendet man sich nach rechts (W), überquert den Bach und steigt auf gutem Bergweg hinauf zur schon lange sichtbaren Hütte.

Ein paar Meter vor der Hütte -noch vor der kleinen Holzbrücke- zweigt das Steiglein zur bereits sichtbaren Haidenspitze ab (Wegweiser). Es führt kurz in W-Richtung am Bach entlang, knickt aber schon bald nach rechts (N) ab und führt hinauf auf einen markanten Geländerücken mit Riesen-Steinmanndl. Nun verliert man zunächst ein paar Hm; das schmale, aber bestens markierte Steiglein leitet nun -stets in N-Richtung- durch die Schafwiesen der Rotgrube auf den ersten kurzen Steilaufschwung zu, den man problemlos in Serpentinen bewältigt. Weiter durch harmloses Wiesengelände in wechselnder Steilheit nach N, bis ein grasiger Rücken links (NW) an den gerölligen Gipfelstock anschliesst. Nun sehr steil, aber technisch unschwierig über lose Platten und Blockwerk hinauf, bis die Markierungen auf gleichbleibender Höhe in die S-Flanke hinausleiten. Über grobes Blockwerk und Platten nach W; die beiden kleinen Felsriegel, die ganz kurz mal den Einsatz der Hände verlangen, könnte man etwas tiefer auch umgehen. In einem letzten Steilaufschwung hinauf zum Grat und die letzten Meter beliebig hinüber zum originellen Gipfelkreuz

Hinweis: Der Weg wurde erst 2009 in der jetzigen Form angelegt und ausgewiesen; er dürfte daher nicht in allen Karten verzeichnet sein. Dank der optimalen Beschilderung und Markierungen sollte es aber keine Probleme bei der Wegfindung geben.

Tipp: Das Gipfelbuch steckt im hohlen "Querträger" des Kreuzes!