Hörnle

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Ammergauer Alpen, Deutschland

Höhe:1548mKategorie:Schneeschuhtour - leicht
Höhendifferenz: 800Hm Wintertauglich: ja
Ausgangsort: Unterammergau/Kappel
Aufstieg: SW-Hänge, Mittleres Hörnle
Abstieg: Hörnle-Alm, SW-Hänge
Hauptexposition: SW

Beschreibung
__ Aufstieg: Vom gebührenpflichtigen Pp. folgt man der Fahrstrasse flach zu ein paar Holzscheunen und geht dort auch geradeaus in NO-Richtung weiter; den Wegweiser, der einen penetrant nach links schicken will ("Veränderte Wegführung"), darf man ignorieren (er bezieht sich nicht auf die hier genutzte Winterroute).
Man hält geradewegs auf die direkt voraus befindlichen Wiesenhänge zu (NO) und steigt fast wie auf der Skipiste den breiten Hang hinauf. Nach einem Durchschlupf im Gatter geht es -die jeweils angenehmste Route im weitläufigen Gelände nutzend- in gleicher Richtung weiter. Man ist eine ganze Weile unterwegs, bis die pistenartigen Hänge von einem Waldgürtel beendet werden. Dort trifft man -quasi an der oberen linken Ecke- auf einen Karrenweg, der nun etwas nach links (N) durch ein kurzes Waldstück leitet. Nach wenigen Minuten erreicht man wieder offenes Gelände und folgt einem gutmütig breiten Rücken wieder in gewohnter NO-Richtung. Nach einem Flachstück kommt man zu einer Lichtung, wo sich meist die Spuren gabeln (s. Foto). Da wir zuerst aufs Mittlere Hörnle wollen, gehen wir geradeaus weiter (die halbrechte Abzweigung wird unser Abstiegsweg). Nun muss man nur noch ein ganz kurzes, steileres Waldstück bewältigen, aber schon nach wenigen engen Kehren erreicht man den Grat mit dem etwas nach links versetzten Kreuz.
Auf der Rückseite muss man jetzt ca. 60Hm in SO-Richtung steil absteigen, um an der Hörnle-Alm in den bereits komplett einsehbaren Aufstiegsweg zum Hinteren Hörnle einzufädeln; über welliges, sehr gutmütiges Gelände nach O zum grossen Gipfelkreuz
__ Abstieg: um sich den Gegenanstieg zum mittleren Hörnle zu sparen, kann man direkt an der Hörnle-Alm in einen Waldweg einbiegen, der in wenigen Minuten flach hinüberführt zur bekannten Kreuzung. Weiterer Abstieg wie Aufstieg
__ Tipp: natürlich könnte man die Tour auch um das Vordere Hörnle erweitern, was uns allerdings aufgrund des Seilbahn- und Skigewimmels nicht recht lohnenswert erschien. Wer's eher ruhig mag, sollte vom Hinteren Hörnle vielmehr ein paar Meter absteigen und mit leichtem Gegenanstieg dem nahen Stierkopf einen Besuch abstatten.

Fazit
Ausgesprochen gutmütige Voralpen-Tour; ideal für Einsteiger oder als "Notfall-Tour" für schlechte äussere Bedingungen. Die offene SW-Flanke hält den Schnee nicht lange, deshalb findet man meist direkt nach ergiebigen Neuschneefällen schon eine gute Spur und pistenartige Verhältnisse. Auf der ganzen Tour gutmütigstes Gelände ohne "Problemzonen"; der freie, sonnige Aufstieg und das Hintere Hörnle als hübscher Brotzeitplatz machen daraus eine nette (Halbtages-)Tour, auch wenn die Aussicht aufgrund der geringen Höhe begrenzt ist. Die grosse Bergeinsamkeit darf man aufgrund der nahen Seilbahnstation allerdings nicht erwarten.

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